AMOK-Konzept

Amok-Konzept für gezielt gerichtete Gewalt mit Waffen

Ein Amok-Konzept ist ein spezifischer Notfallplan, der darauf abzielt, Personen und Institutionen auf einen potenziellen Amoklauf vorzubereiten und im Ernstfall angemessen zu reagieren. Es ist Teil eines umfassenden Sicherheitsmanagements und wird vor allem in Einrichtungen wie Schulen, Universitäten, Unternehmen und öffentlichen Gebäuden eingesetzt. Ziel ist es, das Risiko für Verletzungen und Todesfälle zu minimieren und die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

Wichtige Bestandteile eines Amok-Konzepts

1. Gefahrenanalyse

  • Risikobewertung: Identifikation von Gefahrenpotenzialen, z. B. psychisch instabile Personen, Konfliktsituationen oder anonyme Drohungen.
  • Besonderheiten der Einrichtung: Berücksichtigung von Gebäudegrösse, Besucherzahlen, baulichen Gegebenheiten und Sicherheitsinfrastruktur.

2. Prävention

  • Sensibilisierung: Schulung und Aufklärung der Mitarbeitenden, Lehrkräfte oder Sicherheitskräfte über die Erkennung von Warnsignalen (z. B. aggressives Verhalten, Drohungen).
  • Kommunikation: Aufbau eines offenen Kommunikationssystems, um potenzielle Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen.
  • Soziale Massnahmen: Integration von Konfliktmanagement-Programmen und psychologischer Unterstützung.

3. Alarmierungsplan

  • Amok-Alarm: Festlegung von klaren Alarmierungsmechanismen, wie z. B. Sirenen, Durchsagen oder Apps.
  • Kommunikation: Schnelle und eindeutige Kommunikation innerhalb der Einrichtung und mit externen Stellen (Polizei, Rettungsdienste).

4. Verhalten im Ernstfall

  • Flucht: Markierung sicherer Fluchtwege und Sammelpunkte, die im Gebäudeplan berücksichtigt werden.
  • Verbarrikadieren: Anleitung, wie sich Personen in Räumen sicher verbarrikadieren können (z. B. Türen verschliessen, Möbel nutzen).
  • Abwehrmassnahmen: Sensible Einweisung von Sicherheitskräften oder geschulten Mitarbeitenden in mögliche Abwehrstrategien.n.

Evakuierungsplan / Notfallplan

Notfallplan / Evakuierung Fachbroschüren

5. Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Einsatzleitung: Benennung einer zentralen Person oder eines Teams, das die Situation koordiniert.
  • Sicherheitsbeauftragte: Mitarbeitende, die für die Durchführung und Überwachung der Massnahmen verantwortlich sind.
  • Evakuierungshelfer: Personen, die Flucht und Schutzmassnahmen unterstützen.

6. Zusammenarbeit mit Behörden

  • Koordination mit Polizei: Regelmässige Abstimmung über Abläufe, Gebäudepläne und mögliche Einsatzszenarien.
  • Rettungsdienste: Vorbereitung auf die medizinische Versorgung im Ernstfall.

7. Schulungen und Übungen

  • Mitarbeitertraining: Regelmässige Schulungen, um das richtige Verhalten im Ernstfall zu vermitteln.
  • Amok-Übungen: Durchführung realistischer Szenarien, um die Effektivität des Konzepts zu testen und Optimierungspotenziale aufzudecken.
  • Feedback-Prozesse: Nachbesprechungen von Übungen, um Schwachstellen zu identifizieren und Verbesserungen vorzunehmen.

8. Bauliche und technische Massnahmen

  • Sicherheitsinfrastruktur: Installation von Überwachungskameras, Notfallknöpfen und Zugangskontrollen.
  • Schutzräume: Einrichtung sicherer Räume oder Bereiche mit verstärkten Türen und Notrufsystemen.
  • Fluchtwege: Anpassung der Gebäudeplanung, um schnelle Evakuierungen zu ermöglichen.

9. Nachbereitung

  • Psychologische Unterstützung: Bereitstellung von Trauma-Hilfe und Beratung für Betroffene.
  • Evaluierung: Analyse des Vorfalls, um das Konzept zu verbessern und zukünftige Risiken zu minimieren.
  • Berichtswesen: Dokumentation des Ereignisses und der ergriffenen Massnahme

Ziele eines Amok-Konzepts

  • Schnelle Reaktion: Minimierung der Reaktionszeit bei einem Vorfall.
  • Maximale Sicherheit: Schutz der betroffenen Personen und Minimierung von Schäden.
  • Prävention: Verhinderung von Eskalationen durch rechtzeitiges Handeln.
  • Klarheit: Schaffung eindeutiger Abläufe, die im Ernstfall Verwirrung vermeiden.

Herausforderungen bei der Umsetzung

  • Akzeptanz: Sicherstellen, dass alle Beteiligten die Wichtigkeit des Konzepts verstehen.
  • Komplexität: Abstimmung vieler Details, insbesondere bei grossen Gebäuden oder Institutionen.
  • Regelmässige Aktualisierung: Anpassung des Konzepts an neue Gefahren und technische Entwicklungen.
  • Planung bei Neu-/Umbauten: Glasbauten bzw. die Gestaltung von Büroarbeitsplätzen mit Glaswänden eignen sich kaum für eine sinnvolle Verbarikadierung oder ein Verstecken.

Fragen

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