Notfallplan / Evakuierung Hochhaus

Notfallplan / Evakuierung Hochhaus

Die Evakuierung eines Hochhauses stellt besondere Herausforderungen dar, da es sich um mehrstöckige Gebäude mit unterschiedlichen Nutzungsbereichen und einer hohen Personendichte handelt. In einem Notfall wie einem Brand, einem Gasleck oder einer Bombendrohung ist ein gut ausgearbeiteter Evakuierungsplan entscheidend, um die Sicherheit von Bewohnern, Mitarbeitenden und Besuchern zu gewährleisten.

Evakuierungsplan für ein Hochhaus

a) Ziele des Plans

  • Personensicherheit: Schutz aller Personen im Gebäude, unabhängig von ihrer Mobilität oder Ortskenntnis.
  • Schnelle und koordinierte Evakuierung: Vermeidung von Verwirrung oder Panik durch klare Anweisungen.
  • Koordination zwischen Stockwerken und Nutzungsbereichen: Sicherstellung eines reibungslosen Ablaufs über alle Ebenen hinweg.

b) Inhalte des Evakuierungsplans

Fluchtwege und Notausgänge:

  1. Kennzeichnung von Treppenhäusern als Hauptfluchtwege.
  2. Deutliche Markierung von Notausgängen mit beleuchteten Schildern.
  3. Sicherstellung der Barrierefreiheit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Sammelplätze:

  1. Einrichtung von Sammelplätze ausserhalb des Gebäudes.
  2. Trennung der Sammelplätze für verschiedene Stockwerke oder Bereiche.

Gebäudeübersicht:

  1. Erstellung detaillierter Pläne für alle Stockwerke, einschliesslich der Position von Fluchtwegen, Notausgängen und Feuerlöschern.
  2. Identifikation von Risikobereichen wie Technikräumen, Küchen oder Lagerflächen.

Zuständigkeiten:

  1. Benennung von Evakuierungshelfern für jedes Stockwerk.
  2. Einrichtung einer zentralen Koordinationsstelle für die Überwachung der Evakuierung.

Kommunikation und Alarmierung:

  1. Einsatz von Lautsprechersystemen für Durchsagen.
  2. Integration von visuellen Signalen für Menschen mit Hörbehinderungen.

Evakuierungshilfsmittel:

  1. Bereitstellung von Evakuierungsstühlen oder -tüchern für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
  2. Verwendung von Atemschutzmasken bei Rauchentwicklung.

Vorgehen bei einer Evakuierung

a) Evakuierungsarten

Teilweise Evakuierung:

  • Räumung eines betroffenen Bereichs, z. B. bei einem lokalen Feuer oder Wasserschaden.

Komplette Evakuierung:

  • Räumung des gesamten Gebäudes, z. B. bei einem Grossbrand oder einer Bombendrohung.

b) Schritte im Evakuierungsprozess

Alarmierung:

  1. Aktivierung des Alarmsystems durch Brandmelder oder manuelle Melder.
  2. Information der Feuerwehr und Rettungskräfte.
  3. Durchsagen über Lautsprechersysteme zur Anweisung der Evakuierung.

Leitung und Organisation:

  1. Evakuierungshelfer koordinieren die Räumung auf ihrem Stockwerk.
  2. Sicherstellung, dass niemand in Büros, Wohnungen oder Konferenzräumen zurückbleibt.

Nutzung der Fluchtwege:

  1. Nutzung von Treppenhäusern als primäre Fluchtwege.
  2. Vermeidung der Nutzung von Aufzügen, es sei denn, sie werden von der Feuerwehr freigegeben.

Sammelplätze und Kontrolle:

  1. Überprüfung, dass alle Personen die Sammelplätze erreicht haben.
  2. Meldung von vermissten Personen an die Einsatzkräfte.

Zusammenarbeit mit Rettungskräften:

  1. Bereitstellung von Informationen über Risikobereiche und fehlende Personen.
  2. Unterstützung der Einsatzkräfte durch geschultes Personal.

Evakuierung / Notfallplan Fachbroschüren

Spezielle EVAK-Konzepte für Fachbereiche

a) Wohnbereiche

Herausforderungen:

  • Bewohner können nachts schlafen oder nicht mit dem Gebäude vertraut sein.
  • Ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität benötigen besondere Unterstützung.

Massnahmen:

  • Regelmässige Übungen, um Bewohner mit den Fluchtwegen vertraut zu machen.
  • Bereitstellung von Evakuierungsstühlen für Mobilitätseinschränkungen.

b) Büros

Herausforderungen:

  • Hohe Personenzahl während der Arbeitszeit.
  • Dokumente oder sensible Daten könnten gefährdet sein.

Massnahmen:

  • Schulung von Mitarbeitenden über Fluchtwege und Evakuierungsprotokolle.
  • Sicherstellung, dass alle Mitarbeitenden Evakuierungsübungen regelmässig durchführen.

c) Technik- und Serverräume

Herausforderungen:

  • Gefahr durch elektrische Brände oder Kurzschlüsse.
  • Hochsensible Geräte erfordern spezielle Schutzmassnahmen.

Massnahmen:

  • Notabschaltung elektrischer Systeme durch geschultes Personal.
  • Bereitstellung von CO₂-Feuerlöschern für Technikräume.

d) Gastronomiebereiche

Herausforderungen:

  • Gefahr durch offene Flammen und heisse Geräte.
  • Hohe Kundenzahlen zu Stosszeiten.

Massnahmen:

  • Schulung des Küchenpersonals im Umgang mit Brandsituationen.
  • Regelmässige Kontrolle von Gas- und Elektrogeräten.

Evakuierung / Notfallplan für Hochhaus

Fragen

Ihre Fragen werden durch unsere Experten gerne beantwortet

Sie haben ein Anliegen oder suchen fachliche Unterstützung? Gerne helfen wir weiter.

Newsletter

Neuigkeiten nicht verpassen

Verpassen Sie weder News noch fachliche Neuheiten, die wir unseren treuen Abonnenten vorbehalten.

 
Ihre E-Mail-Adresse wird nur dazu genutzt, Ihnen unseren Newsletter und Informationen über unsere Tätigkeiten zu senden. Ihnen steht jederzeit der Abmeldelink zur Verfügung, den wir in jede gesendete E-Mail einfügen.

Benutzereinstellungen für Cookies
Wir verwenden Cookies, um sicherzustellen, dass Sie die beste Erfahrung auf unserer Website machen. Wenn Sie die Verwendung von Cookies ablehnen, funktioniert diese Website möglicherweise nicht wie erwartet.
Alle akzeptieren
Alle ablehnen
Weiter lesen
Unbedingt erforderliche Cookies
Diese Cookies sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass der Besucher in bestimmten Funktionen der Website navigieren und sie nutzen kann. Ohne sie können wesentliche Teile der Webseite nicht verwendet werden. Entsprechend sind diese Cookies immer aktiviert. Sie werden nur dann eingesetzt, wenn Sie unsere Website besuchen und werden in der Regel nach dem Schliessen Ihres Browsers gelöscht. Ausserdem werden sie verwendet, um bei Zugriff mit einem mobilen Gerät die optimierte Website-Darstellung abzurufen, damit z. B. Ihr Datenvolumen nicht unnötig verbraucht wird. Auch erleichtern die Cookies den Seitenwechsel von http zu https, sodass die Sicherheit der übertragenen Daten gewährleistet bleibt.
Marketing-Cookies
Marketing-Cookies werden genutzt, um gezielter für den Nutzer relevante und an seine Interessen angepasste Inhalte anzubieten. Sie werden ausserdem dazu verwendet, die Effektivität von Kampagnen zu messen und zu steuern. Sie registrieren z. B., ob man eine Webseite besucht hat oder nicht, sowie welche Inhalte genutzt worden sind. Mithilfe dieser Informationen wird ein Interessensprofil erstellt, sodass nur für Sie interessante Inhalte angezeigt werden. Wenn Sie Ihre Zustimmung zu Marketing-Cookies widerrufen, bedeutet dies nicht, dass Sie in der Folge weniger Inhalte sehen oder erhalten. Es bedeutet vielmehr, dass die Inhalte, die Sie sehen und erhalten, nicht individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
linkedin.com
Annehmen
Decline
Leistungs-Cookies
Diese Cookies sammeln Daten über das Benutzerverhalten. Auf dieser Basis wird die Webseite bezüglich Inhalt und Funktionalität auf das allgemeine Nutzungsverhalten abgestimmt. Die gesammelten Informationen werden grundsätzlich in aggregierter Form weiterverarbeitet, es sei denn, ein Besucher hat einer personenbezogenen Auswertung gesondert ausdrücklich zugestimmt. Leistungs-Cookies werden ausschliesslich verwendet, um die Leistung der Website zu verbessern und das Online-Erlebnis auf die Bedürfnisse der Nutzer abzustimmen.
Google Analytics
Annehmen
Decline
Funktionale Cookies
Funktionale Cookies ermöglichen der Webseite, getätigte Angaben, wie z. B. den Benutzernamen oder die Sprachauswahl, zu speichern und dem Nutzer darauf basierend verbesserte und personalisierte Funktionen anzubieten. Die gesammelten Informationen werden ausschliesslich in aggregierter Form ausgewertet. Da wir Ihnen eine Website bieten möchten, die auf optimale Benutzerfreundlichkeit ausgelegt ist, empfehlen wir die Aktivierung dieser Cookies. Funktionale Cookies werden z. B. auch genutzt, um von Ihnen gewünschte Funktionen wie die Wiedergabe von Videos zu aktivieren.
Speichern