Notfallplan / Evakuierung Schulen oder Universitäten

Notfallplan / Evakuierung Schulen oder Universitäten

Die Evakuierung von Schulen und Universitäten erfordert spezielle Massnahmen, da Bildungseinrichtungen unterschiedliche Anforderungen haben. Die Präsenz von Schülern, Studierenden, Lehrkräften und Besuchern sowie die Vielfalt an Fachbereichen, von Klassenzimmern bis zu Laboren, macht eine durchdachte Planung notwendig. Ein gut strukturierter Evakuierungsplan sorgt dafür, dass alle Personen sicher und schnell aus der Gefahrensituation gebracht werden.

Evakuierungsplan für Schulen und Universitäten

a) Ziele des Plans

  • Personensicherheit: Schutz von Schülern, Studierenden, Lehrkräften und Besuchern.
  • Schnelle und geordnete Evakuierung: Vermeidung von Panik und Chaos.
  • Berücksichtigung der baulichen Besonderheiten: Angepasste Massnahmen für Labore, Hörsäle, Sporthallen und Bibliotheken.

b) Inhalte des Evakuierungsplans

Fluchtwege und Notausgänge:

  • Markierung aller Fluchtwege mit gut sichtbaren und beleuchteten Schildern.
  • Sicherstellung der Barrierefreiheit für Personen mit Mobilitätseinschränkungen.
  • Berücksichtigung von alternativen Fluchtwegen bei blockierten Bereichen.

Sammelplätze:

  • Definition sicherer Sammelplätze im Freien, abseits des Gebäudes.
  • Klare Kennzeichnung der Sammelplätze für jede Klasse oder Fachbereich.

Gebäude- und Geländepläne:

  • Detaillierte Pläne für alle Bereiche, einschliesslich Notausgänge und Sammelplätze.
  • Einbeziehung von Risikobereichen wie Laboren, Küchen oder Technikräumen.

Zuständigkeiten:

  • Zuweisung von Verantwortlichen für Klassen, Fachbereiche oder Stockwerke.
  • Benennung eines zentralen Koordinationsteams zur Überwachung der Evakuierung.

Kommunikation und Alarmierung:

  • Nutzung von Durchsagesystemen und visuellen Signalen.
  • Integration von Apps oder Benachrichtigungen zur Unterstützung der Alarmierung.

Evakuierungshilfsmittel:

  • Bereitstellung von Evakuierungsstühlen oder Tragen für Personen mit eingeschränkter Mobilität.
  • Sicherheitsausrüstung für Labore, z. B. Atemschutzmasken.

Vorgehen bei einer Evakuierung einer Schule bzw. einer Universität

a) Evakuierungsarten

Teilweise Evakuierung:

  • Räumung eines Gebäudeteils, z. B. bei einem Brand in einem Labor oder einem lokalen Alarm.

Komplette Evakuierung:

  • Räumung des gesamten Gebäudes oder Campus, z. B. bei einer Bombendrohung oder einem Naturereignis.
  • Räumung des gesamten Gebäudes oder Campus, z.B. bei einem Amoklauf

b) Schritte im Evakuierungsprozess

Alarmierung:

  • Aktivierung des Alarmsystems durch Rauchmelder oder manuelle Melder.
  • Information der Feuerwehr und Rettungskräfte.
  • Anweisungen über Lautsprecherdurchsagen oder digitale Kanäle.

Leitung und Organisation:

  • Lehrer und Verantwortliche führen Schüler und Studierende geordnet zu den Fluchtwegen.
  • Vermeidung von Panik durch klare Anweisungen und sichtbare Präsenz von Sicherheitspersonal.

Nutzung der Fluchtwege:

  • Nutzung der Haupttreppenhäuser und markierten Fluchtwege.
  • Vermeidung von Aufzügen, es sei denn, sie sind für Evakuierungszwecke geeignet.

Sammelplätze und Kontrolle:

  • Ankunft an den Sammelplätzen und Durchführung von Anwesenheitskontrollen.
  • Meldung von vermissten Personen an die Einsatzkräfte.

Zusammenarbeit mit Rettungskräften:

  • Bereitstellung von Plänen und Informationen über besondere Gefahrenbereiche.
  • Unterstützung durch geschultes Personal.

Spezielle EVAK-Konzepte für Fachbereiche der Schulen und der Universitäten

a) Klassenzimmer und Hörsäle

Herausforderungen:

  • Hohe Personenzahlen auf begrenztem Raum.

Massnahmen:

  • Schulung von Lehrkräften im Umgang mit Paniksituationen.
  • Regelmässige Evakuierungsübungen für Schüler, Studierende und Personal.
  • Professionelle Flucht- und Rettungspläne nach DIN ISO 23601 für die Schulung und die Information

b) Labore und Technikräume

Herausforderungen:

  • Gefahr durch Chemikalien, Gase oder technische Geräte.

Massnahmen:

  • Bereitstellung von Atemschutzmasken und Schutzkleidung.
  • Notabschaltung technischer Geräte.

c) Bibliotheken

Herausforderungen:

  • Grosse Flächen und möglicherweise eingeschränkte Sicht.

Massnahmen:

  • Deutliche Markierung von Fluchtwegen.
  • Schulung des Personals in Evakuierungsmassnahmen.

d) Sporthallen

Herausforderungen:

  • Massenansammlungen während Veranstaltungen oder Unterricht.

Massnahmen:

  • Nutzung separater Notausgänge.
  • Bereitstellung von zusätzlichem Personal zur Leitung der Evakuierung.

e) Mensen und Cafeterien

Herausforderungen:

  • Brandgefahr durch Küchen.
  • Hohe Menschenzahlen während der Stosszeiten.

Massnahmen:

  • Regelmässige Überprüfung der Küchengeräte.
  • Deutliche Evakuierungsanweisungen für Besucher und Mitarbeitende.

Notfallplan / Evakuierung - Vorlagen und Tools

Notfallplan / Evakuierung Fachbroschüren

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