Notfallplan / Evakuierung Hotel

Notfallplan / Evakuierung Hotel

Ein Evakuierungsplan für ein grösseres Hotel mit Wellness- und Spa-Bereich, einschliesslich Sauna und Schwimmbecken, muss vielfältige Herausforderungen berücksichtigen. Die besondere Kombination aus Unterkünften, Freizeitbereichen und oft dicht besetzten öffentlichen Bereichen erfordert eine sorgfältige Planung und spezielle Konzepte für jeden Fachbereich.

vakuierungsplan für ein grösseres Hotel

a) Ziele des Plans

  • Personensicherheit: Schutz der Gäste, Mitarbeitenden und Besucher in allen Bereichen.
  • Schnelle und koordinierte Evakuierung: Sicherstellen eines reibungslosen Ablaufs ohne Panik.
  • Berücksichtigung von besonderen Gefahren: Integration spezifischer Risiken wie Feuchtigkeit, Hitze und eingeschränkte Sicht in Wellness-Bereichen.

b) Inhalte des Evakuierungsplans

Fluchtwege und Notausgänge:

  • Deutliche Kennzeichnung von Fluchtwegen, die auch im Dunkeln sichtbar sind.
  • Integration von alternativen Fluchtwegen in allen Bereichen, einschliesslich Wellness und Spa.
  • Sicherstellung von Barrierefreiheit in Fluchtwegen.

Sammelplätze:

  • Definierte Sammelplätze ausserhalb des Gebäudes, die genügend Platz für eine hohe Personenzahl bieten.
  • Klare Beschilderung und Kommunikation der Sammelplätze.

Räumung von Risikobereichen:

  • Spezielle Massnahmen für feuchte und rutschige Bereiche wie Sauna und Schwimmbecken.
  • Evakuierungsprotokolle für Personen in Bademänteln oder Badekleidung.

Zuständigkeiten:

  • Benennung von Evakuierungshelfern für verschiedene Bereiche (z. B. Rezeption, Wellness, Küche).
  • Einrichtung einer zentralen Koordinationsstelle für die Überwachung der Evakuierung.

Kommunikation und Alarmierung:

  • Lautsprecherdurchsagen in mehreren Sprachen für internationale Gäste.
  • Visuelle und akustische Alarme, insbesondere in lauten oder abgeschotteten Bereichen wie der Sauna.

Evakuierungshilfsmittel:

  • Bereitstellung von rutschfesten Matten und Schuhen für feuchte Bereiche.
  • Evakuierungsstühle für Personen mit Mobilitätseinschränkungen.

Vorgehen bei einer Evakuierung im Hotel

a) Evakuierungsarten

Teilweise Evakuierung:

  • Räumung einzelner Bereiche, z. B. bei einem lokalen Feuer in der Küche oder einem Technikraum.

Komplette Evakuierung:

  • Räumung des gesamten Hotels, z. B. bei einem Grossbrand oder Gasleck.

b) Schritte im Evakuierungsprozess

Alarmierung:

  • Aktivierung des Alarmsystems durch Rauchmelder oder manuelle Melder.
  • Information der Feuerwehr und anderer Rettungskräfte.
  • Lautsprecherdurchsagen zur Anweisung der Evakuierung.

Leitung und Organisation:

  • Evakuierungshelfer koordinieren die Räumung ihrer zugewiesenen Bereiche.
  • Sicherstellung, dass niemand in Zimmern, Wellness- oder Konferenzräumen zurückbleibt.

Nutzung der Fluchtwege:

  • Nutzung der markierten Treppenhäuser als Hauptfluchtwege.
  • Vermeidung von Aufzügen, es sei denn, sie werden von der Feuerwehr freigegeben.

Sammelplätze und Kontrolle:

  • Gäste und Mitarbeitende versammeln sich an den Sammelplätze.
  • Überprüfung, dass alle Personen evakuiert sind, anhand von Anwesenheitslisten.

Zusammenarbeit mit Rettungskräften:

  • Bereitstellung von Informationen über Risikobereiche und vermisste Personen.
  • Unterstützung der Einsatzkräfte durch geschultes Personal.

Spezielle EVAK-Konzepte für verschieden Hotel-Fachbereiche

a) Gästezimmer

Herausforderungen:

  • Schlafende Gäste können den Alarm nicht sofort hören.
  • Orientierungslosigkeit bei Panik oder Rauchentwicklung.
  • Zu kleine (meistens A4 und nicht A3 Grösse), schlecht bzw. nicht lesbare Flucht- und Rettungspläne. Meistens sind die Pläne nicht nach internationalen Normen wie DIN ISO 23601 dargestellt und ohne Brille kaum lesbar. Zudem sind viele mit Fehlern behaftet, was zu rechtlichen Problemen führen kann im Ereignisfall.

Massnahmen:

  • Deutlich sichtbare Fluchtpläne in jedem Zimmer.
  • Evakuierungshelfer klopfen an Türen und helfen Gästen beim Verlassen der Zimmer.

b) Wellness- und Spa-Bereich

Herausforderungen:

  • Feuchtigkeit und rutschige Böden erschweren die Evakuierung.
  • Personen in Saunen oder Schwimmbecken sind nicht sofort alarmierbar.

Massnahmen:

  • Alarmierung durch visuelle und akustische Signale.
  • Bereitstellung rutschfester Matten und Evakuierungshilfsmittel.

c) Schwimmbecken, Sauna

Herausforderungen:

  • Gäste könnten sich noch im Wasser oder der Sauna befinden.
  • Bereitstellung von Decken bzw. Wärmschutz
  • Organisation Notbekleidung / Ersatzkleidung

Massnahmen:

  • Personal hilft Personen beim schnellen Verlassen des Beckens.
  • Bereitstellung von Handtüchern und rutschfester Ausrüstung.
  • Bereitstellung von Wärmeschutz, Notbekleidung

d) Gastronomie

Herausforderungen:

  • Gefahr durch Feuer in der Küche und hohe Gästezahlen während Stosszeiten.

Massnahmen:

  • Personal wird geschult, um Gäste sicher zu evakuieren.
  • Regelmässige Kontrolle von Gas- und Elektrogeräten.

e) Konferenz- und Veranstaltungsräume

Herausforderungen:

  • Grosse Menschenmengen und begrenzte Orientierungsmöglichkeiten.

Massnahmen:

  • Beleuchtete Notausgänge und Fluchtwege.
  • Evakuierungshelfer leiten Personen geordnet aus den Räumen.

Notfallplan / Evakuierung Vorlagen und Tools für die Umsetzung

Notfallplan / Evakuierung Fachbroschüren

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