Notfallplan / Evakuierung Stadium oder Arena

Notfallplan / Evakuierung Stadion oder Arena

Ein Evakuierungsplan für ein Stadion oder eine Arena muss besonders gut durchdacht sein, da diese Einrichtungen regelmässig Tausende von Besuchern aufnehmen und verschiedene Funktionsbereiche besitzen. Große Menschenmengen, unterschiedlich genutzte Bereiche und spezifische Risiken wie Panik oder technische Probleme erfordern eine klare Struktur und spezielle EVAK-Konzepte.

Evakuierungsplan für ein Stadion oder eine Arena

Ziele des Evakuierungsplans

  • Personensicherheit: Schutz von Zuschauern, Mitarbeitenden und Akteuren.
  • Schnelle und geordnete Evakuierung: Vermeidung von Panik und Gedränge.
  • Sicherstellung der Infrastruktur: Vermeidung von Schäden durch geregeltes Vorgehen.
  • Schnelles und gezieltes Eingreifen bei Massenschlägereien: Vermeidung von Massenschlägereien mit möglichen Panikausbrüchen.

b) Inhalte des Evakuierungsplans

Fluchtwege und Notausgänge:

  • Breite, gut markierte Fluchtwege und Notausgänge.
  • Nutzung von separaten Fluchtwegen für VIP-Bereiche, Technikräume und Zuschauertribünen.
  • Regelmässige Überprüfung, dass Fluchtwege frei von Hindernissen sind.

Sammelplätze:

  • Einrichtung von sicheren Sammelplätzen ausserhalb des Stadions oder der Arena.
  • Klare Beschilderung und Kommunikation der Sammelplätze.

Gebäude- und Geländepläne:

  • Detaillierte Pläne mit allen Fluchtwegen, Notausgängen und Sammelplätzen.
  • Berücksichtigung von Risikobereichen wie Technikräume, Gastronomie oder VIP-Bereiche.

Zuständigkeiten:

  • Benennung von Evakuierungshelfern für verschiedene Tribünen oder Sektoren.
  • Einrichtung einer zentralen Leitstelle zur Koordination der Evakuierung.

Kommunikation und Alarmierung:

  • Nutzung von Lautsprechern und Anzeigetafeln für Anweisungen.
  • Visuelle Alarme für Menschen mit Hörbehinderungen.
  • Verwendung von Mobiltelefonbenachrichtigungen oder Apps für spezifische Anweisungen.

Evakuierungshilfsmittel:

  • Bereitstellung von Evakuierungsstühlen oder Tragen für Personen mit Mobilitätseinschränkungen.
  • Beleuchtete Wegweiser auch bei Dunkelheit.

Vorgehen bei einer Evakuierung eines Stadions oder einer Arena

a) Evakuierungsarten

Teilweise Evakuierung:

  • Räumung eines bestimmten Bereichs, z. B. bei einem Brand in der Gastronomie oder einer technischen Störung.

Komplette Evakuierung:

  • Räumung des gesamten Stadions oder der Arena, z. B. bei einer Bombendrohung oder einer Naturkatastrophe.

b) Schritte im Evakuierungsprozess

Alarmierung:

  • Auslösen des Alarms durch Sicherheitspersonal oder automatische Systeme.
  • Information der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste.
  • Lautsprecherdurchsagen und visuelle Signale zur Evakuierung.

Leitung und Organisation:

  • Einsatz von geschulten Evakuierungshelfern zur Steuerung der Menschenmengen.
  • Nutzung von Einweisungen durch Sicherheitspersonal.

Nutzung der Fluchtwege:

  • Gezielte Steuerung der Besucherströme, um Engpässe zu vermeiden.
  • Nutzung von separaten Fluchtwegen für verschiedene Zuschauersektoren.

Sammelplätze und Kontrolle:

  • Leitung der Menschen zu den Sammelpplätze.
  • Überprüfung, ob alle Personen evakuiert sind.

Zusammenarbeit mit Rettungskräften:

  • Bereitstellung von Plänen und Informationen über Risikobereiche.
  • Unterstützung der Einsatzkräfte durch geschultes Personal.

Spezielle EVAK-Konzepte für Fachbereiche in einem Stadion bzw. einer Arena

a) Zuschauertribünen

Herausforderungen:

  • Hohe Personendichte und potenzielle Panik.

Massnahmen:

  • Zusätzliche Fluchtwege und breite Treppen.
  • Evakuierungshelfer für jeden Tribünenbereich.

b) Gastronomiebereich

Herausforderungen:

  • Brandgefahr durch Küchen und technische Geräte.
  • Engpässe durch grosse Menschenansammlungen.

Massnahmen:

  • Regelmässige Kontrolle von Elektro- und Gasgeräten.
  • Schulung des Personals im Umgang mit Brandsituationen.

c) Technikräume

Herausforderungen:

  • Gefahr durch elektrische Brände oder Kurzschlüsse.

Massnahmen:

  • Notabschaltung elektrischer Systeme.
  • Zugang nur für geschultes Personal während der Evakuierung.

d) VIP-Bereiche

Herausforderungen:

  • Separat zugängliche Bereiche mit spezifischen Bedürfnissen.

Massnahmen:

  • Eigene Evakuierungshelfer und separate Fluchtwege.

e) Spielfelder und Bühnen

Herausforderungen:

  • Evakuierung von Sportlern, Künstlern und Akteuren.

Massnahmen:

  • Nutzung direkter Zugänge für schnelle Evakuierung.
  • Koordination mit Sicherheits- und Eventteams.

Notfallplan / Evakuierung - Vorlagen und Tools

Notfallplan / Evakuierung Fachbroschüren

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